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Lokales

Altona Einwohner: zwischen Schanze und Elbvororten

Rund 283.000 Menschen leben heute im Bezirk Altona, der seit gut zwanzig Jahren wächst, etwa im Hamburger Altersschnitt liegt und vor allem durch Wohnungsneubau und Zuzug in den innenstadtnahen Vierteln gewinnt.

Von Heike Lorenz | 23. Juni 2026
Altona Einwohner: zwischen Schanze und Elbvororten © Foto: Wahrerwattwurm / Wikimedia Commons (CC BY-SA 3.0)
Die Köhlbrandtreppe verbindet den Elbhang mit dem Ufer in Altona.

Im Bezirk Altona leben rund 283.000 Menschen, das ist gut jeder siebte Hamburger.1 Der Bezirk wächst seit gut zwanzig Jahren spürbar, ist im Schnitt etwas jünger als die Gesamtstadt und reicht von der dicht bebauten Altstadt an der Elbe bis zu den ruhigen Elbvororten im Westen.

Dieser Beitrag bündelt die wichtigsten Eckdaten zu Bevölkerung, Alter, Geburten und Migration. Eine kompaktere Übersicht findest du in unserer Altona-Statistik, eine Karte der Viertel unter Stadtteile in Altona.

Was dich erwartet

Altona-Demografie auf einen Blick

  • Einwohner aktuell: rund 283.000 (Stand 31.12.2025)
  • Wachstum 2002 bis 2025: rund 10 Prozent
  • Durchschnittsalter: 42,8 Jahre (etwa Hamburger Schnitt)
  • Ausländeranteil: 18,7 Prozent (unter dem Hamburger Mittel)
  • Migrationshintergrund: 37,6 Prozent, bei den unter 18-Jährigen 51,1 Prozent
  • Fläche: rund 77,9 Quadratkilometer, 14 Stadtteile

Wie viele Menschen leben in Altona?

Mit rund 283.000 Einwohnern (Melderegister, Stand 31.12.2025) ist Altona einer der bevölkerungsreichsten der sieben Hamburger Bezirke.1 Auf gut 77,9 Quadratkilometern ergibt das eine Dichte von etwa 3.600 Menschen pro Quadratkilometer.2 2002 wohnten hier knapp 257.000 Menschen, seither hat der Bezirk rund 26.000 Einwohner hinzugewonnen.

250.000 260.000 270.000 280.000 257.300 270.300 283.200 2002 2007 2012 2017 2022 2025

Einwohnerentwicklung des Bezirks Altona, 2002 bis 2025 (Melderegister, Haupt- und alleiniger Wohnsitz, jeweils 31.12., gerundet). Quelle: Statistikamt Nord.

Der Verlauf zeigt ein stetiges Plus. Zwischen 2002 und 2007 blieb die Zahl nahezu konstant, ab etwa 2010 setzte ein klares Wachstum ein, das vor allem von Wohnungsneubau und Zuzug getragen wurde und sich auch im Altonaer Mietspiegel niederschlägt.3 Seit Mitte der 2010er Jahre flacht die Kurve ab, der Bezirk wächst zwar weiter, aber langsamer als im Jahrzehnt davor.

Wächst, stagniert oder schrumpft Altona?

Über die vergangenen rund zwanzig Jahre wächst Altona klar, mit etwa zehn Prozent Plus. Seit 2017 ist der Zuwachs allerdings deutlich gebremst: Zwischen 2017 und 2022 kamen netto nur noch gut 1.000 Menschen hinzu, danach ging es wieder etwas spürbarer nach oben.1 Phasen echter Schrumpfung gab es im Bezirk in diesem Zeitraum nicht, anders als in früheren Epochen der Altonaer Geschichte.

Innerhalb des Bezirks ist das Wachstum sehr ungleich verteilt. Die innenstadtnahen Viertel wie Altona-Altstadt, Altona-Nord und Bahrenfeld legen durch neue Quartiere stark zu, während die kleinteiligen Elbvororte wie Blankenese oder Nienstedten kaum noch wachsen können.

Altersstruktur: Wer ist wie alt in Altona?

Das Durchschnittsalter liegt bei 42,8 Jahren und damit ungefähr im Hamburger Mittel.1 Altona ist demografisch breit aufgestellt: Auf der einen Seite die jungen, urbanen Viertel rund um die Schanze und Ottensen, auf der anderen die deutlich älteren Elbvororte.

Altersgruppe Anteil Altona Anteil Hamburg
unter 18 Jahreca. 17,4 %ca. 16 %
18 bis 64 Jahreca. 64,3 %ca. 65 %
65 Jahre und älterca. 18,3 %ca. 19 %

Knapp 49.300 Einwohner sind jünger als 18 Jahre (17,4 Prozent), rund 51.700 sind 65 Jahre oder älter (18,3 Prozent).1 Der Anteil der Älteren ist in den Elbvororten wie Othmarschen, Nienstedten und Blankenese am höchsten, während die innenstadtnahen Quartiere von jungen Erwachsenen und Familien geprägt sind.

Geburten und Sterbefälle

Pro Jahr werden in Altona rund 3.100 Kinder geboren, dem stehen etwa 2.500 Sterbefälle gegenüber.4 Damit liegt der natürliche Saldo, also Geburten minus Sterbefälle, leicht im Plus. Anders als in vielen anderen Großstadtbezirken speist sich das Wachstum Altonas also nicht allein aus der Wanderung, sondern auch aus einem positiven Geburtensaldo. Den größeren Anteil am Zuwachs trägt aber weiterhin der Zuzug von außen.

Internationaler, aber unter dem Hamburger Schnitt: Migration in Altona

Der Anteil der ausländischen Bevölkerung liegt bei 18,7 Prozent, rund 53.000 Einwohner.1 Der weiter gefasste Anteil von Menschen mit Migrationshintergrund liegt bei 37,6 Prozent, also gut 106.000 Personen. Beide Werte liegen unter dem Hamburger Mittel von 20,7 Prozent Ausländern und 41,2 Prozent Migrationshintergrund.5

Kennzahl Altona Hamburg gesamt
Durchschnittsalter42,8 Jahreca. 42,5 Jahre
Ausländeranteil18,7 %ca. 20,7 %
Migrationshintergrund37,6 %ca. 41,2 %

Besonders deutlich zeigt sich die Vielfalt bei den Jüngeren: Unter den Altonaer Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren hat mehr als jeder Zweite einen Migrationshintergrund (51,1 Prozent).1 In Vierteln wie Lurup und Osdorf liegt der Anteil deutlich höher als in den Elbvororten und prägt das öffentliche Leben dort spürbar.

Verteilung über die Stadtteile

Altona gliedert sich in 14 Stadtteile von sehr unterschiedlicher Größe.2 Die einwohnerstärksten sind Lurup, Ottensen und Bahrenfeld, die kleinsten Nienstedten und das Schanzenviertel (Sternschanze).

Stadtteil Einwohner (31.12.2024)
Lurup37.755
Ottensen35.925
Bahrenfeld31.051
Altona-Altstadt29.680
Altona-Nord26.777
Osdorf26.601
Othmarschen16.528
Rissen16.429
Blankenese13.487
Iserbrook11.523
Groß Flottbek11.319
Sülldorf9.330
Sternschanze7.669
Nienstedten7.062

Die Spannweite ist enorm: Lurup zählt mehr als fünfmal so viele Einwohner wie Nienstedten. Während die innenstadtnahen Viertel und die großen Wohnsiedlungen im Norden den Großteil der Bevölkerung stellen, leben in den grünen Elbvororten im Südwesten vergleichsweise wenige Menschen auf großer Fläche.

Wie geht es weiter?

Hamburg insgesamt wächst nach der Bevölkerungsvorausberechnung weiter, bis 2030 auf deutlich über 1,9 Millionen Einwohner.6 Altona dürfte an diesem Wachstum teilhaben, vor allem über neue Wohnquartiere in den innenstadtnahen Lagen. Eine eigene, fortgeschriebene Prognose allein für den Bezirk Altona veröffentlicht das Statistikamt Nord nicht in derselben Detailtiefe wie die Gesamtstadt, weshalb wir hier auf die Hamburger Gesamtprognose verweisen.

Sicher ist: Der Bezirk wird weiter wachsen und zugleich älter. Wie stark, entscheidet sich vor allem an den neuen Quartieren in Bahrenfeld, Altona-Nord und entlang der Bahnflächen.

Hinweis zur Methodik

Die Zahlen stammen aus dem Hamburger Melderegister und der Stadtteildatenbank des Statistikamts Nord (region.statistik-nord.de) sowie von hamburg.de. Werte gerundet, Stichtag in der Regel 31.12. Stadtteilzahlen Stand 31.12.2024, bezirksweite Kennzahlen Stand 31.12.2025. Geringe Abweichungen zu Einzelveröffentlichungen sind möglich.

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